TS LS021 gross 
Liebe Leser*innen,
ja, die LichtSeiten leben weiter! Ohne große Diskussion, irgendwie ganz selbstverständlich, ist die Überzeugung im Redaktionskreis gewachsen, dass es weitergehen soll. Unsere besondere Art des Durchdringens des jeweiligen Themas - mal fühlend-intuitiv, mal gedanklich-analytisch - berührt offenbar Dimensionen und Ebenen, die wir in der Redaktion als sehr kraftvoll und nährend empfinden und die Menschen und Energien anziehen, die diese Zeitung mittragen.
Die LichtSeiten sind eine Plattform, auf der Menschen ihre aufbauenden Gedanken und Erfahrungen mit Euch als Leser*innen teilen können. Wir fühlen uns dafür verantwortlich, dass diese Plattform erhalten bleibt. Wir erlebten, dass Verantwortung ein sehr komplexes, nicht so leicht in Artikel zu bringendes Thema ist. Dabei ging es für manche um ihre Verantwortung für die Natur und Mutter Erde, für andere um unsere Geschichte. Wiederum andere schreiben über ihre Verantwortung für andere Menschen und welche über Selbstverantwortung. Doch immer findet sich dieselbe Basis: Wenn es stimmig aus uns selbst herauskommt, dann kann Ver-Antwort-ung Erfüllung bringen.
Schaut gern auch mal auf unsere Website, unter „nachgereicht“ finden sich noch Beiträge, zudem unter "Empfehlungen"  eine gesprochene Meditationsanleitung zum Thema.

(Klicken Sie auf das Bild, dann können Sie im Heft blättern)



Wir wirken als Redaktionskreis vertrauensvoll im Jetzt - und darin ist wieder eine Ausgabe entstanden! 
Johanna beschreibt ihren Prozess darin:
Ich gehe durch's Elfentörchen*…. was heißt das? Gehe ich direkt dort hindurch oder gestaltet es sich eher so wie das berühmte Pferd vorm Wassergraben? Was braucht es, um dieses Tor zu durchschreiten? Gehe ich leichten Herzens, in freudiger Erwartung, gelassen, schwungvoll - oder werde ich etwa hindurchgeschoben von unsichtbarer Hand?
Wenn ich mich an wesentliche Lebensabschnitte erinnere, in der diese Entscheidung für mich anstand, erkenne ich ein Gemisch verschiedenster Aspekte, die einen „Synapsensprung“ auslösten und meine Schritte durch eben dieses Tor lenkten. Und dann? War die Welt auf einmal rosa, leicht, paradiesisch? Meine nicht - was sich aber gewandelt hatte, war die Last der Entscheidung. Sobald ich das Elfentörchen passiert hatte, war ein wesentlicher Teil meiner bunten Innenwelt in die Realisations- oder auch Kompostierungsphase eingetreten - und somit handlungsaktiv. Entweder aktiv oder passiv, aber auf jeden Fall verändernd.
Einhergehend damit empfand ich jedes Mal eine Art Befreiung, konnte durchatmen, fühlte neue Kräfte in mir aufsteigen und sah neue Horizonte. Noch immer brauche ich einen gewissen „Anlauf“, bevor ich hindurchgehe. Doch im Bewusstwerden all der unterschiedlichen Aspekte erschließt sich mir mein Leben immer wieder neu.


Und hier ist eine kleine Artikelauswahl:


ScherbenVerantwortung oder Scherben bringen Glück von Angelika Vollbrecht s.c.j.


Plötzlich klirrte es. Der Teller lag zerbrochen am Boden. Upps. Passiert. Nicht rückgängig zu machen. Mein Vater beugte sich über mich. Ich war noch sehr klein. Ich schaute ihn an. Er sah meinen Schreck und meine Ratlosigkeit. Er lächelte. „Na, hast Du Dich erschreckt?“ Ich nickte stumm. Bevor ich noch etwas sagen konnte, nahm er mich sanft bei der Hand und führte mich zu Kehrschaufel und Handfeger. Gemeinsam kehrten wir die Scherben auf. Ich war ganz still.
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Das Gute in uns HGDas Gute in uns von Nuriama Lichterstein

Neulich hörte ich im Radio eine Sendung über Fritz Kolbe, einen „kleinen“, unauffälligen Vorzimmerbeamten im Außenministerium während der letzten Kriegsjahre. Er hatte u.a. die Aufgabe, Papiere wegzuheften oder ggf. zu vernichten. Diese Papiere hatten es in sich: Viele waren hochbrisante Meldungen über internste Vorgänge und Planungen der Nazi-Obersten. Fritz Kolbe wollte nichts mehr, als dass die Nazidiktatur endlich ein Ende nähme und erkannte, dass er dazu beitragen könnte.

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Meine Art, mit Verantwortung umzugehen von Christian Restin

Mir gefällt es, Verantwortung zu übernehmen. Hierbei geht es mir um die Art der Verantwortung, die nicht durch hierarchische Strukturen oder als Personalvorgesetzte/r legitimiert ist, sondern um persönliche Autorität, die sich in der jeweiligen Situation zeigt.
Ich arbeite in einem Jugendamt mit verschiedenen verantwortungsvollen Aufgaben und bin daher häufig Ansprechpartner für Entscheidungen. Meine Haupttätigkeit ist die Beratung von Kita-Trägern, Einrichtungsleitungen und Kindertagespflegepersonen in
Fragen der Kinderbetreuung.
Das Wort Verantwortung bedeutet für mich, dass meine persönliche Antwort gefragt ist.

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Ausgabe 22 - 01.04.2021
Abenteuer SEIN

  Redaktionsschluß
und Anzeigenschluß
ist am 26.02.2021

Der Redaktionskreis hat
beschlossen, dass die
Lichtseiten nur noch
dreimal im Jahr erscheinen.
Jeweils zum 1.4., 1.8. und 1.12.