LS013 TitelseiteLiebe LeserInnen.

Der Tod gehört zum Leben - aber auch innerhalb der Redaktion waren nicht alle begeistert von diesem Thema. Für andere war und ist es normal, sich mit Tod und Sterben zu beschäftigen. Wir haben viel gelacht über Sprüche wie „Mach dir keine Sorgen über das Sterben, es hat bislang noch jeder geschafft“ oder „Don’t take life too seriously, nobody gets out alive anyway“. Und dann war der Tod auf einmal ganz nah, da die Mutter von einer von uns starb, später die Katze einer anderen.
Die Begegnung mit dem Sterben ist immer etwas Besonderes und oft - neben allem Traurigen oder Schmerzhaften - etwas ganz Großes, zutiefst Berührendes, Erhebendes.
Wir möchten mit den LichtSeiten die lichte Seite in uns nähren. Und so finden sich hier viele Beiträge, die über die Großartigkeit, die Weite, die Freiheit und das Licht im Tod berichten. Beiträge, die Mut machen, diesem großen Mysterium gelassener entgegenzutreten.
Was auch immer wir glauben, ob und wie es nach dem Tod weitergeht, eines gilt wohl für alle: Ein Leben im Bewusstsein der Endlichkeit ist ein intensiveres Leben.
In diesem Sinne wünschen wir uns allen ein intensives, freudvolles Leben
in diesem Körper bis zum letzten Atemzug!

Das LichtSeiten-Team

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Und hier ist eine kleine Artikelauswahl:

LS013 image180Ich wähle das Leben von Nicola Pierce

Nachruf auf eine Frau, die viel mehr war als eine Kundin

Eineinhalb Jahre lang habe ich sie durch alle Lebenslagen begleiten dürfen. Immer wieder war ich erstaunt von ihrem Lebensmut, ihrer Neugierde nach vorn und dem Willen zur Selbstrefl ektion - und das mit 90 Jahren. In jungen Jahren hatte sie eine Verabredung mit einer Freundin. Wer zuerst sterben würde und auf der anderen Seite alles in Ordnung fände, sollte die grüne Turnhose raushängen. Mit ihrem Mann hatte sie bereits vor Jahren immer wieder darüber gesprochen, wie es wohl sein würde, welche Wünsche und Vorstellungen er und sie hatten. Tod und Sterben war immer ein selbstverständliches Thema für sie.
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LS013 image186Keine Wiederbelebung! von Christine Seeburg

Der Sommer 2015 hat viele Menschen verändert. Jeden Tag kamen mehr Flüchtlinge nach Deutschland, und die Gesellschaft musste reagieren. Viele entwickelten eine Abwehrhaltung, viele entschlossen sich zu helfen.

Meine eigene Helfergeschichte begann (wie bei so vielen Menschen in Hamburg) in den Messehallen. Dort wurden über Nacht mehr als 1.000 Geflüchtete untergebracht, die meisten von ihnen hatten nur noch das, was sie gerade am Leib trugen. Ebenfalls über Nacht bildete sich in der Nachbarhalle eine Initiative, die Kleidung, Hygieneartikel, Schuhe und Bettwäsche sammelte, sortierte und wieder ausgab.
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LS013 image203Flieg, Seele, flieg von Holger Stenkamp

Die kostbare Zeit zwischen Tod und Bestattung

Ansonsten fährt der junge Mann, den wir heute als Tramper mitnahmen, möglichst mit dem Fahrrad. Durch die Welt, auf jeden Fall durch Europa. Aber im Winter ist Trampen besser. Jetzt ist er gerade auf dem Weg über Schweden zum Nordkap. Dort hat sich mit einigen anderen „Hardcore-Trampern“ verabredet. Obwohl – der eine ist jetzt schon ziemlich weit oben, vielleicht treffen sie sich auf dessen Rückweg. Unser Tramper schläft gerne im Schlafsack draußen, jetzt hat er allerdings ein Zelt im Rucksack.
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Abschied von meinem Körper von Luise J.

Ein wunderbarer warmer und stiller Abend löst die Tagesgeschehen ab. Ich bin umgeben von altem Gemäuer, das schon seit vielen Generationen bewohnt wird und irgendwie gibt das Ganze Geborgenheit. Viele Generationen haben sich schon mit
dem Sterben beschäftigen müssen, keine konnte dem ausweichen. Vielleicht war ich selber schon in dem Reigen zu einer anderen Zeit? Es war und ist ein Kommen und Gehen - Geburt und Tod.

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Freiheit
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Redaktionsschluß
und Anzeigenschluß
am 03.11.2018