Titel LS017Liebe Leser*innen,
..es ist unübersehbar, dass wir uns in einem grundlegenden, umfassenden Wandel befinden. Einem Wandel des Klimas im
Außen und einem Bewusstseinswandel im Innern. Die alten Denk- und Handlungsmuster von „mehr“, „schneller“ und „nur für mich“ sind an ihre Grenzen gestoßen.
Es fängt etwas Neues an. Junge Menschen wachsen heran, die immer stärker auf andere, gemeinschafts-orientierte Werte schauen. Es ist kein Zufall, dass jetzt so viele mutige junge Frauen in der Öff entlichkeit sichtbar werden und dass der größere Teil der Fridays For Future-Bewegung aus Mädchen besteht. Sie rufen uns auf, achtsam hinzuschauen: auf unsere Herzen, die uns unseren Weg weisen, auf Mutter Erde, die uns ihre Botschaften sendet, auf die wunderbaren Projekte und Initiativen, die überall bereits den Weg in eine andere Zukunft weisen.
In der Redaktion war es zu Beginn ein etwas zäher Prozess, Zugang zu dem Thema zufinden, ebenso zäh wie anfangs der Fluss der Beiträge. Doch dann wandelte es sich: Plötzlich lagen ganze Berge auf dem Tisch, wir mussten einen Extra-Termin einlegen und uns durchringen, welche Artikel wir jetzt abdrucken und welche unter der Rubrik „nachgereicht“ auf der website erscheinen sollen (www.lichtseiten.info).
56 Seiten wurden es diesmal - Danke an unsere Gestalterin Angelika! Wie schon bei der letzten Ausgabe haben zum Glück auch diesmal die Anzeigenkund*innen mitgespielt: Wir können uns sogar einen Druck auf nachhaltig angebautem Papier leisten. Ganz großen Dank an all die Schreiber*innen und an Euch Anzeigenkund*innen!
Lasst uns mutig und vertrauensvoll weitergehen…

(Zum Blättern im Heft auf das Titelbild klicken)


Und hier ist eine kleine Artikelauswahl:


Wandel auch durch menschenwürdige Bildung von Horst Költze

Der Wandel im Bildungssektor wird besonders deutlich, wenn wir einige Grundelemente der Schulbildung in den Blick nehmen. Dazu gehören z. B. der Bildungsansatz, das Bildungsziel, der Lehrplan, der Qualitätsmaßstab und das Bildungsfundament. Zur veralteten Schulbildung. Das Wesensmerkmal der veralteten Schulbildung ist der Bildungsansatz: das Schulpflichtgesetz. Mütter und Väter sind verpflichtet, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Tun sie es nicht, werden sie bestraft mit bis zu 2.500 €. In besonderen Fällen wird die/der Schulpflichtige von der Polizei zwangsweise der Schule zugeführt oder in den Jugendarrest gesteckt. 
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"Wandel" von Angelika Vollbrecht

Wandel, Wechsel, Änderung. Manchmal fürchte ich mich davor, denn das Neue, das entsteht, kenne ich noch nicht. Ich kann es nicht einschätzen. Mir fehlt die Orientierung, die Ordnung. Und doch:
Manchmal sehne ich diesen Wandel herbei. Wünsche mir eine Änderung. Einen Wechsel. Wenn ich diesen Wandel möchte, dann bin ich tatkräftig. Mutig. Dann fällt es mir leicht, die nächsten Schritte zu gehen.
Als Kind fand ich es furchtbar, dass für unsere Terrassenmöbel Tropenhölzer gerodetwurden. Ich hatte Angst, dass mir später die Luft zum Leben fehlt, wenn alle Bäume weg sind. Wir haben uns als Klasse während einer Projektwoche mit dem Thema auseinandergesetzt und ich war auch von Rüdiger Nehberg und seinem Kampf für die Yanomami-Indianer begeistert. Und was sagte mein Vater dazu?

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Folge dem Sehnen Deines Herzens von Ines Haselwander

Als Jugendliche hatte mich das Gedicht „Stufen“ von Hesse tief berührt, und es hat mich durch mein Leben hindurch begleitet und ermutigt: ... „Wir sollten heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf` um Stufe heben, weiten...“.
Damals ist in mir das tiefe Sehnen nach innerer Weiterentwicklung geweckt worden, um damit etwas zur Weiterentwicklung des
Ganzen beitragen zu können. Das hat mich in den 80-er Jahren nach Berlin geführt, um mich in der Friedensbewegung zu engagieren.

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Perspektivenwechsel von Nuriama Lichterstein

Bei dem Wort „Wandel“ denke ich immer an eine Art „Wendel“, eine auseinandergezogene Spirale, die sich dreht. Vielleicht so wie unsere Galaxis - oder unsere DNS. Wandel - das geschieht nach meinem Gefühl ganz tief aus dem innersten Universum heraus, unumkehrbar und viel zu mächtig, um ihn aufhalten zu können. Ein Prozess, an dem ich teilhaben darf, eine Bewegung, der ich folge, oder besser: deren Bestandteil ich bin. Wie eins von den Glasstückchen im Kaleidoskop, das sich bei jeder neuen Drehung verschiebt, an eine neue Position fällt und mit allen anderen gemeinsam ein neues Bild des Ganzen hervorbringt.
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