LS022 Titelseite gross

Liebe Leser*innen,

anfangs sollte das Thema dieser Ausgabe nur „SEIN“ heißen. Es fühlte sich weit, einladend und großartig an, alles umfassend, was existiert. Gleichzeitig ist es jedoch irgendwie durchdrungen von einer besonderen Qualität, die mit unserem Bewusst-Sein verbunden ist. Dies zu erforschen und sich darauf einzulassen im Sinne von „einfach sein“, ist ein großes Abenteuer! Wie sieht das aus, was hilft, welche Wege werden dabei gegangen?

Die Autor*innen dieser Ausgabe nehmen Sie/Euch mit ihrer bunten Mischung aus Erfahrungen, Sichtweisen, Geschichten, Fotos und Erzählungen mit auf eine kleine Reise:
So berichten u.a. eine Musikerin und eine Frisörmeisterin über ihre Erfahrungen im Lockdown, es geht um Weisheit, Engel und Ankommen, um ein „Leben im Sein“ und um das (nicht) verlorene Paradies.

Der „blaufüßige Tölpel“ auf dem Titelbild ist übrigens keine Fotomontage - genausowenig wie die einzelnen Wesen auf der Fotoseite 16. Das schöpferische Sein hier auf dieser Erde ist wirklich so unglaublich großartig und kreativ!

Aus dem Redaktionskreis der LichtSeiten
wünschen wir
viel Freude und Inspiration beim Lesen!


(Klicken Sie auf das Bild, dann können Sie im Heft blättern)



Titelbild: Der Blaufußtölpel ist ein tropischer Meeresvogel innerhalb der Familie der Tölpel. Seinen Namen verdankt er seinen blauen Füßen und seiner scheinbaren Ungeschicklichkeit (Tölpel, Tollpatsch); der Blaufußtölpel ist allerdings ein gewandter Flieger und Taucher beim Beutefang. Blaufußtölpel brüten auf trockenen Inseln im Golf von Kalifornien, vor der Westküste Mexikos, auf Inseln in der Nähe von Ecuador und Nordperu, überwiegend jedoch auf den Galapagos-Inseln. Von den 40.000 verbliebenen Paaren leben ungefähr die Hälfte auf den Galapagosinseln, wo Blaufußtölpel gesetzlich geschützt sind.


 

Und hier ist eine kleine Artikelauswahl:


Seite5

Ich Bin von Nuriama Lichterstein


Ich sitze ganz allein in einem Boot. Unter mir ist kilometertiefer Ozean, dunkel, kalt. Krampfhaft halte ich das Segel in den Wind, versuche, das Boot in die richtige Richtung zu lenken. Der Wind heult, die Wellen werfen
mich hin und her, ich kämpfe um mein Leben.
Wie bin ich bloß hierhergekommen?
Langsam schwinden meine Kräfte, ich kann das Segel nicht mehr halten, das Seil gleitet aus meinen Händen. Ich kann nicht mehr. Ich lasse los.

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Was für eine Zeit - Nuriama Lichterstein im Gespräch mit Monika Enghusen

Monika Enghusen
Monika Enghusen betreibt gemeinsam mit ihrer Tochter einen Naturfriseurladen, gut eingeführt und mit vielen Stammkund*innen. - Im März 2020 kam der 1. Lockdown.
N: Wie war es für dich im März 2020?
M: Ich dachte immer nur: Das glaube ich jetzt nicht, die können mir doch nicht einfach meinen Laden zumachen. Das gab es in meinem Leben noch nie, dass mir jemand das Arbeiten verboten hat! Da war so ein riesiges Unverständnis in mir.
Die Arbeit, die so wichtig ist, durch sie erfülle ich mir meine Wünsche, mein Leben - und nun ist mir das genommen!
Oh Gott - alles Glauberei!

Dann habe ich angefangen, mich selbst zu hinterfragen. Ist das wirklich so? Alles, was ich bis dahin geglaubt habe, fiel in sich zusammen.
Dass ich arbeite, um mir mein Leben zu erfüllen. Durch die Arbeit habe ich ein schönes Zuhause, ich habe Freizeitaktivitäten, ich hab ein Auto – das war meine Erfüllung. Ich habe tolle Kinder, eine sinnhafte Arbeit… und auf einmal war da Stillstand. Ich merkte, es kann auch alles ganz anders sein.

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Seite 8
Angekommen von Regina-Nana Schimazek

Mir gefällt es, Verantwortung zu übernehmen. Hierbei geht es mir um die Art der Verantwortung, die nicht durch hierarchische Strukturen nIm Kamin erzählt der Wind seine Geschichte.
Der Sturm jagt mit Orkanböen von 70km/h-100km/h übers Land. Ein Nieselregen wird von ihm mitgerissen und peitscht an meine Fenster, er streicht feucht mein Gesicht, als ich meine Atemübungen auf der Terrasse mache.
Ich liebe den Norden....
Schliersee bei München.
Ich stehe am eisbedeckten bläulich schimmernden See, klarblauer Himmel, fast greller Sonnenschein, Berge, schneebedeckt. Grad hatte ich mir meinen möglichen Arbeitsplatz angesehen und eine Wohnung mit Bergblick und Holzbalkon und gemütlich knarrenden Dielenboden. Schneefräsen räumen meinen Parkplatz an einem behaglich wirkenden Café mit Kachelofen und Seeblick. Ja, es ist schön hier.

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Seite 9
Weisheit von Constanze Bauer


Bei der Reise durch mein Leben habe ich einen Iraker kennengelernt, der mir seine ganz eigene Geschichte erzählte. Von dem, wie ein Leben abenteuerlich verlaufen kann, was wichtig ist und was Freiheit bedeutet.
Mein Freund, nennen wir ihn Raki, lebte als Kind einer wohlhabenden, angesehenen Familie im Irak und sah eine erfolgreiche Zukunft vor sich: ein Studium als Physiker, ein eigenes Haus, eine nette Familie, die Welt lag ihm zu Füßen. Was dann passierte, nennt man Schicksal oder das Rad der Fortuna. Der Krieg im Irak begann, das Studium des jungen Mannes brach jäh ab, denn er wurde von seinen eigenen Landsleuten wegen des Geldes seiner Familie gekidnappt. Nach vielen Monaten des Martyriums kam er wieder frei und er kehrte als ein schwerverwundeter Mann nach Hause zurück.

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