LS011 S006Zu den 8 Jahreszeiten von Mina-M. Deegen

… und dann sagte sie, schreib doch mal bitte etwas zu den Jahreskreisfesten, denn sie bieten doch auch eine besondere Zeitqualität, oder?

In vielen Kulturen wurden und werden die Themen und Feste der 8 Jahres-Zeiten genutzt, auch um miteinander persönlich und gemeinschaftlich zu wachsen und verantwortliches Handeln zu erweitern. Für mich ist das Leben in geheimnisvoller Weise ein Tanz und dieser Tanz des Lebens zeigt sich in gewisser Art auch in ihnen, den Festen.

Die Grundthemen der 8 Jahreskreisfeste sind das Sehen (Lichtfest), Werden (Frühling), Wachsen (Walpurgis), Blühen (Sommer), Ernten (Schnitterin), Weitergeben (Herbst), Wandeln (Halloween) und Funkeln (Winter) sowie die vermischende, freisetzende Kraft der Rauhnächte zwischen den Jahren. So wächst, wie im Märchen und ganz von alleine, die 8 über sich hinaus und der Kreis zur Spirale. Vertrauen entsteht über das Tun und die Wiederholung.

Du fragst mich nach den 8 Jahreszeiten? Vielleicht sind sie eine Form für das Formlose, ein Rhythmus für Fragen, aus denen Antworten wachsen dürfen, vielleicht sind sie Momente des Innehaltens im Fluss der Zeit. Sie bieten uns Geschichten, Erlebnisse, die im Miteinander entstehen. Sie knüpfen Verbindungen zur Natur, zu Rätseln und zur Phantasie, zu Tanz und Gesang, zu Klang. Sie knüpfen Verbindungen unter uns hier und jetzt und in Zeiten, die vor uns waren und nach uns sein werden.

Heilsam können sie sein, denn ich erkunde auch mich selbst dabei. Und Altes darf gehen und Neues darf entstehen, so dass vielleicht und leise Freiräume wachsen auf ihre Weise in Dir und in mir und im Weltengewebe.

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