Gedanken zu „Freiheit – ein letzter Aufschrei nur“ von Annette Kaiser

Oft geht es mir so, dass ich ein Buch an der richtigen Stelle aufschlage. So ging es mir auch, als ich eine kleine Buchhandlung in Tübingen betrat, die genau die Bücher führte, die mich ansprechen. In der Auslage lag das obige Buch, ich schlug es auf, begann zu lesen, und dann musste ich mich setzen, weil das, was ich las, mich mitten ins Herz traf.

Es war ein Gedicht von einer indischen Mystikerin, die im 14. Jahrhundert lebte:

                             Meditation und Selbstdisziplin

                             sind nicht alles, was man benötigt,

                              noch nicht einmal das tiefste Verlangen

                               durch das Tor der Freiheit zu schreiten, genügt.

                             Du magst dich in Versunkenheit auflösen,

                               wie Salz im Wasser,

                               doch muss etwas anderes noch

                               sich ereignen.

Die letzte Zeile dieses Gedichts betraf mich direkt. Es folgte darauf eine Interpretation der Autorin, Annette Kaiser. Sie beantwortete für mich die Frage, was es denn ist, was sich noch ereignen muss: “Wir können .bewusstes Sein nicht herstellen, denn es i s t schon immer. Das Erkennen, was wir wirklich sind, ist immer ein Akt der Gnade". Natürlich musste ich dieses Buch kaufen! Ich nahm es mit nach Hause und „verschlang“ es dort – es ist immer noch ein „Schatz“ für mich, den ich immer wieder im meine Hand nehmen kann. Auch ist in dem Buch eine CD enthalten, auf der Annette Kaiser die Lyrik Lallajis liest.
Diese CD und auch das Buch führten mich direkt in meine Innenwelt!

B. Heinrichs