LS 017 Wandel S17Jetzt oder nie von Christiane Büch

15.Juli
Wenn ich darüber nachdenke, dann finde ich keinen Anfang und kein Ende.
Wandel ist schließlich andauernd.

Wandel scheint mir die einzig feste Größe zu sein, mit der ich rechnen kann.

Wandel ist immer... nichts ist fest.

Soviel ist sicher.

Im Jetzt sein....gegenwärtig sein... ist Wandel.

Und ich sehe eigentlich eher, wo ich Wandel vermisse, als wo er stattfindet... weil es das Normale ist.

Was heißt Wandel eigentlich? Veränderung würde ich sagen. In Richtung Fortschritt oder rückwärts gewendet?

Ich sehe und bemerke eigentlich erst durch Abstand, wann sich und wo sich etwas geändert hat. Bin ich mittendrin, lebe ich einfach. 

Und welchem Wert messe ich ihm bei?

Oder ist er wertfrei... ?

Ja. Als Begriff ist er wertfrei.

Aber sehe ihn wertfrei?

Allzu schnell bin ich doch am Werten....

Und wenn ich in unsere Welt hinausschaue... in die Politik... überall driften die Meinungen auseinander... es scheiden sich die Geister in rasantem Tempo... der Wandel nimmt Fahrt auf... es wird spannender. So will ich es jetzt mal nennen.

20.Juli

Was ist nun mit mir? 

Wie sieht mein ganz persönlicher Wandel aus?

Immer wieder denke ich darüber nach.

Mein leichter Schlaganfall am 1. April 2016 hat mir einen heftigen Wandel beschert. Hat zur Innenschau angeregt. Warum ist mir das passiert, mit dem Schlaganfall. Ich bin doch gar nicht der Typ für sowas. Ich bin schlank, bewege mich viel, esse viel Gemüse, wenig Fleisch... seit Jahren alles nur biologisch... also was ist los? Ich habe es nun begriffen, so glaube ich jedenfalls. Damit ich endlich einmal auf mich selbst schaue. Damit ich wahre Selbstliebe erfasse und lebe. Uff!

29.Juli

„Und bist Du nicht willig, so brauche ich Gewalt“... ist der von Goethe? Ich weiß es nicht...

Ich weiß nur, dass es anscheinend so funktioniert. Gehe ich nicht mit dem Wandel mit, dann knallt es irgendwann heftig bei mir... zur Korrektur meines Kurses. Gerade wieder erlebt: ich bekam einen Bienenstich in die Handfläche. Autsch... ganz heftige Reaktion! Fast wie allergisch. Aloe vera,  Bachblüten....kühlen...puh! Ich war froh, von meiner Nachbarin Anti-Allergie-Tabletten zu bekommen... und war den ganzen Tag mit dicker Hand und dickem Kopf neben der Schiene und durfte nachdenken und lesen. 

Ich hatte vor einigen Tagen „Die Entdeckung der Langsamkeit“von Sten Nadolny wieder rausgekramt.... auf Anhieb gefunden! Schien mir dran zu sein... Stress und Zeitdruck, hausgemacht, plagen mich doch immer wieder. Peinigen mich....sind mein Sargnagel. Dabei hausgemacht, über Jahre so eingeübt... ich kann 1000 Gründe dafür aufzählen. Aber es ist sinnlos. Die Frage ist doch: wie steuere ich mich anders? Wie kriege ich das hin? 

Und jetzt bekam ich die Gelegenheit, es wieder zu fühlen: es ist dran! Und ich habe die Zeit, mich damit zu befassen, auch zu lesen... und ich sehe die absolute Notwendigkeit und ich allein habe es in der Hand: den Wandel zu vollziehen!

Ich will mich ändern!

Kein anderer wird es für mich tun!

Ich tue es jetzt!

Jetzt!

Und ich nehme mir die Zeit, darüber nachzudenken, was ich jetzt tun werde... als nächstes.

Atmen.... mit E.Tolle!

Ich werde es schaffen!