Reichtum ist…Lebenssinn im Leben zu finden

Hier mein Lehr-Gedicht mit 17 Jahren, von Gottfried Benn: „Nur zwei Dinge“

Durch so viel Formen geschritten,

durch Ich und Wir und Du,

doch alles blieb erlitten,

durch die ewige Frage wozu?

Das ist eine Kinderfrage,

dir wurde erst spät bewusst

es gibt nur eines, ertrage….

-ob Sinn, ob Sucht, ob Sage-

dein fernbestimmtes: Du musst.

Ob Rosen, ob Schnee und Meere,

was alles erblühte, verblich.

Es gibt nur zwei Dinge: die Leere

und das gezeichnete Ich.

Mein Lehrer fand dieses Gedicht, welches ich damals vortrug, absolut nicht gut, da nicht altersgemäß. Die Sinnfrage stellte ich also zu früh? Nun, mein fernbestimmtes“ DU MUSST“ habe ich oft schmerzhaft kennen gelernt, aber ich lernte, dies immer wieder in Frage zu stellen und zu tun, was mein Herz mir sagte.

Dieses Gedicht hat mich in meinem Leben begleitet. Klar, wie jeder Mensch, musste ich einiges ertragen. Doch meine „Werte“ standen stets im Vordergrund. Ich liebe dieses Gedicht, weil es mich schon früh auf etwas aufmerksam gemacht hatte. Ich erkannte, dass es einen Lebenssinn geben muss, um nicht zu verzweifeln.

Was gibt meinem Leben Sinn?

Konzentration aufs Ich, ja.

Konzentration aufs Du, ja.

Konzentration aufs Wir, ja.

Konzentration auf eine lebenswerte Welt, ja.

Konzentration auf eine Universelle liebevolle Intelligenz, ja.

Meine Eltern und Großmutter (Kriegsgeneration), lehrten mich wichtige Lebens-Werte, die mir den Zugang zu einem persönlichen Lebenssinn ermöglichten:

  • Eine positive Sichtweise des Lebens sich zu erarbeiten., ja, einen Sinn im Leben zu finden.

  • Toleranz gegenüber allen Weltreligionen und die Wertschätzung von Menschen, die einen anderen Glauben haben als man selbst.

Hast Du einen Traum, einen Lebenstraum, dann setze alles daran, diesen zu verwirklichen, denn am Ende Deines Lebens wirst Du Dich fragen: “Hast Du ihn Dir erfüllt?“

Ich sehe mir diese drei Menschen an, jede(r) hat sich einen der wichtigsten Träume erfüllt, teils erst im Alter.

Es war eine Weltreise dabei, eine eigene Immobilie und das Praktizieren einer spirituell/geistig/körperlich aktiven Richtung, die damals als unvorstellbar galt für einen Christen, Yoga.

Gut, zu mir, habe auch ich mir meinen Traum erfüllt? Ja, ich lebe wieder in der Nähe meiner heißgeliebten Ostsee und schreibe. Der Weg dahin war steinig.

Zudem bin ich davon überzeugt, dass ich dahin geführt worden bin, von einer „Universellen liebevollen Intelligenz.“

Gottfried Benn`s Gedicht, mein Lehrgedicht mit 17 Jahren, hat mich nicht nur ein Leben lang begleitet, nun, Parallelen sah ich oft zum eigenen Leben. Als ich damals von der Leere las und dem gezeichneten Ich, was übrig bleibt vom Leben, wurde mir klar, dass es etwas geben muss, wonach man streben sollte, dem Sinn im Leben… denn das macht für mich Reichtum aus, Erfüllung.

 

        

                  

Mein ganz persönlicher Reichtum - Gesine

…beginnt jeden Morgen unter der Dusche. Wenn das warme Wasser meinen Körper belebt, bin ich dankbar für fließendes, warmes Wasser. Jeden Tag. Für uns, die wir hier leben dürfen, ist es oftmals eine Selbstverständlichkeit: Wasser, Strom, Internet, ausreichend Essen und Trinken, für viele Menschen auch ein Auto, ein Dach über dem Kopf. Irgendwie für mich auch. Und auch nicht. Ich habe gelernt, Dinge und vor allem Menschen nicht für selbstverständlich hin- oder anzunehmen. Jeder Mensch ist etwas Besonderes, für mich, in meinem Leben. Und so schweifen meine Gedanken jeden Morgen zu meinen Kindern, zu meiner Familie, zu meinen Freunden. Ich bin dankbar für meinen Job mit den vielen lieben Menschen, denen ich dort täglich begegne. Dankbar, dass ich mich bewegen kann, jeden Tag aufwache, höre, rieche, fühle….

Den größten Schatz in meinem Leben bilden aber tatsächlich die vielen Menschen, die mich schon so lange begleiten oder begleitet haben, mich bereichert haben, mir oftmals Mut und Zuversicht gegeben haben, wenn es scheinbar gerade nicht gut war. Erfahren durfte ich es wieder während meines noch gar nicht so lange zurückliegenden Umzuges. Für meine Kinder ist es selbstverständlich gewesen, dass sie mir helfen, in meine Traumwohnung umzuziehen. Aber nicht nur, dass ich das sehr dankbar angenommen habe, auch für ihre Freunde war es klar: sie würden mir helfen. Das ist mir schon oft in meinem Leben begegnet, dass mir etwas fremde oder nicht so nahestehende Menschen einfach da waren, angefasst haben, liebe, einfühlsame Worte hatten. Oder einfach gemacht haben. Freunde, die mich schon lange kennen, sagen oft: „Du hast so viel Unglück erlebt, bist mit so wenig Geld mit Deinen Kindern zurecht gekommen. Dass Du das alles geschafft hast!“ Dann wundere ich mich selber oft, denke lächelnd an Ereignisse zurück, die mich manchmal haben verzweifeln lassen. Aber darf ich verzweifeln, wenn ich so reich beschenkt bin? Für den einen ist Reichtum materiell. Meint Güter oder Geld. Aber für mich sind es tatsächlich Menschen und Begegnungen, Ereignisse, die ich im Herzen habe, die ich mir in Erinnerung rufen kann. Und darum fühle ich mich so reich beschenkt vom Leben und freue mich darauf, täglich reicher zu werden.

LS 018 Reichtum des Meeres gr
Der Reichtum des Meeres
von Gesine Paasch

Das Meer: immerwährende Bewegung und Veränderung. Bewegung, weil es nie still hält. Immer gibt es Wellen, mal groß, mal klein, mal laut, dann wieder leise. Vom Plätschern ans Ufer über tosende Wellen, die sich an Felswänden brechen. Laut sind sie. Mächtig. Auch die Farben sind veränderlich. Kaum eine Stelle des Meeres hat die gleiche Farbe. Mal ist es hellgrün, mal smaragd, türkis, blau, dunkelgrau, fast schwarz. Unergründlich. Zuweilen beängstigend. Immer faszinierend. Es ist tief und ganz flach, seicht. Es bäumt sich auf, wenn der Wind mit dem Wasser an der Oberfläche spielt und weiße Gischt wie Zuckerguss auf sie zaubert. Es glitzert wie Diamanten, wenn die Sonne das Wasser bescheint und diese auf der Oberfläche zu schwimmen scheinen. Ich möchte sie abpflücken, mit ihnen spielen, sie behalten. Aber kaum, dass ich das denke, sind sie schon wieder weg. Nur noch eine Illusion. Wenn auch eine wunderschöne. Und so sehe ich auf´s Meer. Völlig fasziniert vom ewigen Wandel. Des Meeres. Der Natur. Des Lebens.

Reichtum

Die Fülle AllSeins

Was ist Reichtum im allgegenwärtigen Sein?

Lasse uns das mal genauer durchleuchten.

Wenn ich von der WortMagie ausgehe und das Wort Reichtum etwas verschiebe, entsteht eine neue Sicht & Fühlweise des Wortes Reichtum.

R E I C H T U M = So wie ich es bisher kannte

R E I C H T   UM = Eine neue Sicht & Fühlweise

Vereinfacht zu verstehen, Reichtum beruht auf: das Weiterreichen, das umher Reichen, das Weitergeben, das Teilen mit meinem Nächsten. Im Fluss Sein, in Bewegung Sein, in Resonanz Sein mit allem was ist, denn wir sind AllEins. Dies ist für mich die Schatzkammer des Göttlichen, der Reichtum des Seins. Anzutreffen in alltäglichen Dingen wie in Partnerschaften, Familie, BerufsLeben und noch vieles mehr. Ein permanenter Fluss von Geben und Nehmen, ein ReichtUm von Möglichkeiten, in Wertschätzung und Dankbarkeit an sich und seinem Nächsten. Und der Schlüssel zur Schatzkammer all dieser grenzenlosen Möglichkeiten, zum Reichtum meines Seins, ist heraus gewoben aus meinem inneren Frieden, dem Ich Bin.

Dies ist mein Bewusst(es)Sein, das ich an dich weiterreiche – REICHTUM

In Dankbarkeit & Wertschätzung

Thomas Michael Staar

Diamanten 02Wenn ich an Reichtum denke… von Eva-Maria Knolle

Wenn ich an Reichtum denke, denke ich an die Sehn-Sucht nach Reichtum, die unsere Gesellschaften, in der materieller Reichtum so ungerecht verteilt ist, antreibt. Ich denke an die nagende Unzufriedenheit, die treibende leere Unruhe, die das Bewusstsein des Mangels auslösen kann, wenn dringende Wünsche und Notwendigkeiten, nicht einlösbar sind oder scheinen. Ich kenne das bohrende ‚nicht genug‘ und den bestimmenden Wunsch, schnell zu mehr Geld zu kommen. Das morgendliche Rubbellos oder andere Versprechen auf „schnelles Geld“ lösen Tagträume aus: „Was wäre, wenn ich plötzlich zu viel Geld käme? Was würde ich tun? Was könnte ich lassen? Was würde ich kaufen? Wohin würde ich endlich, endlich reisen können?“ Wie erschreckend hoch schnell die Summen werden, aus denen ein „ja, das wäre genug“ folgte. Natürlich kenne ich auch die Enttäuschung darüber, weiter den Weg der kleinen Schritte, der Kompromisse, des Verzichts auf diese Träume gehen zu müssen. Und in meinem Unabhängigkeits-Streben ist es nicht leicht, die Angewiesenheit auf das Wohl-Wollen anderer als natürlichen Zustand zu begreifen, wie es von einem tibetischen Lama formuliert wird:

Wir sollten uns das Geben und Empfangen als einen natürlichen Austausch vorstellen, etwas, was ganz einfach geschieht. Chögyam Trungpa

Und doch: Immer wieder fühle ich mich wunderbar reich und beschenkt.

Das Gefühl von Reichtum ist dann für mich ein körperlich spürbares Erfüllt-sein vom Glück des Augenblicks. Es fallen mir einige Situationen ein, wo mir bewusst wurde, wie erfüllt ich gerade bin: Erfüllt von spontaner Verliebtheit, nach einer zufälligen Begegnung mit einem bislang völlig unbekannten Menschen, der mir mit seiner Liebe zu seinem Beruf hilft, bei einer Aufgabe, die ich zu erledigen habe, einen Schritt weiter zu kommen. Dass sich unsere Begegnung so natürlich stimmig anfühlt, die erlebte Zugewandtheit und der angeregt entspannte Fluss der Worte. Das sachlich an meinem praktisch-handwerklichen Anliegen und seiner beruflichen Kenntnis ausgerichtete Gespräch wird begleitet von einem (von mir) intensiv erlebten energetischen Austausch. Die Begegnung erfüllt, für mich völlig überraschend, all mein Sein, all meine Zellen für den Rest des Tages mit einem inneren glücklichen Strahlen. Ein Geschenk, allein dieses Gefühl des glücklichen Überströmens und große Dankbarkeit an mich, dies einfach so, wie es grad ist anzunehmen, vor allem auch als Moment überraschender Begegnung mit meinem Potential von Verliebtheit und Begehren.

Ich denke auch an andere Momente von Erfüllt-Sein, die alltäglichen Situationen mit einem inneren Strahlen von Zufriedenheit und Dankbarkeit erleuchten können, zum Beispiel in der Umarmung mit einer Freund*in, im verständnisvollem Mitgefühl einer Kollegin oder als ich mit meiner 90 jährigen Mutter Pellkartoffeln und Quark esse, ganz erfüllt vom guten einfachen Geschmack und dem Glück der geteilten Freude.

Reich bin ich, wenn ich diese gar nicht so seltenen Momente, mir selbst wohl-wollend, bewusst zulassen kann. Auch im Vertrauen auf das Wohl-Wollen anderer Menschen.

Danke an die LichtSeiten für die Anregung über das Thema Reichtum zu meditieren.

Eva-Maria Knolle

So, denke ich, kann sich Verliebtheit anfühlen.

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