Vertrauen in die Magie des Augenblicks Martina vom Hövel

Seit sieben Jahren bin ich mit meinen Liedern und meiner Art, Tänze zu vermitteln im Land unterwegs.  Es ist die berührende Begegnung in den kleineren und größeren Sing- und Tanzkreisen, um die es mir dabei geht.

Das, was mich immer wieder selbst berührt, wenn wir in diesen Kreisen zusammenkommen, ist die Magie des Augenblicks, die entsteht, wenn wir uns öffnen, einander vertrauen und uns zeigen, mit allem, was wir sind.

Doch wie gelingt es, dieses Vertrauen zu schaffen? Ich kann es nicht machen - wir können es nicht machen - und doch erlebe ich in jedem Zusammenkommen genau diesen Zauber. Manchmal ganz flüchtig und einmalig, manchmal mehrmals und länger andauernd. Für mich hat es mit Vertrauen zu tun. Doch wem oder was vertraue ich?

In Gesprächen zu diesem Thema kam mir immer wieder der Satz in den Sinn, dass es ein tiefes Vertrauen in mir gibt auf das „Was größer ist als ich“. Ich selbst kann gar nicht sagen, ob ich damit etwas „außerhalb oder innerhalb von mir“ meine. Es erscheint mir fast ähnlich einer Schnittmenge. Durch meine jahrelange Arbeit weiß ich um dieses „Größere“, das da ist, wenn ich mich für den Kreis öffne. Es wirkt durch mich hindurch und aus mir heraus, immer dann, wenn ich in einer bestimmten Schwingung bin. Dieses Wissen, dieses Vertrauen in das „Was größter ist als ich“ hat für mich mit Hingabe zu tun und damit, das Ego hinten anzustellen. 

In mir gibt es mittlerweile ein Wissen darum, dass genau dieses Vertrauen dazu geführt hat, dass ich mit Menschen singe und tanze: durch alle Unsicherheiten, alle Fragen und engen Situationen hindurch. „Etwas“ führt mich und schenkt mir im „richtigen“ Moment das „richtige“ Lied, den „richtigen“ Tanz oder Text, die „richtige“ Geste .... und in dieses „Etwas“ vertraue ich. 

Wenn ich meine Seminare vorbereite, schwinge ich mich auf die Gruppe im Vorfeld ein und schreibe einen Ablaufplan mit Liedern und Texten, Tänzen und Körperübungen etc. Ich versuche einen roten Faden zum Thema des Wochenendes zu finden. Das Gefühl „vorbereitet zu sein“ gibt mir Ruhe und das Seminar kann beginnen. Häufig geschieht es dann, dass schon nach dem ersten oder zweiten Lied nichts mehr von dem gesungen oder getanzt wird, was auf meinem Zettel steht. Ich „schwimme“ in der Energie des Kreises mit und „fische“ aus diesem Energiestrom Lieder und Tänze ... und vertraue diesen Gedanken und Eingebungen ohne Wenn und Aber. Da gab es auch schon Momente, wo ich dachte: „Wie komme ich da jemals wieder raus?“ Heute weiß ich, es geschieht!

Auch beim Singen meiner eigenen Lieder erlebe ich diese Magie des Augenblickes. Wenn Worte aus meinem Innern mein Empfinden wiedergeben und umhüllt von einer Melodie zu einem Lied werden, das berührt.....

Meine Lieder, erinnern mich daran, dass ich vertraue - auch wenn ich - wie schon beschrieben- gar nicht genau sagen kann, was es ist.  Und gleichzeitig gebe ich diesem Vertrauen durch meine Lieder und Tänze einen einzigartigen Ausdruck.

Vertrauen in die Magie des Augenblickes hat für mich damit zu tun, dass Menschen, bereit sind, sich hinzugeben oder anzubinden an etwas, das „größer ist als wir“, und diesem Vertrauen durch unser Singen und Tanzen einen einzigartigen Ausdruck geben .... manchmal flüchtig .... manchmal länger anhaltend ... auf jeden Fall spürbar und zauberhaft 

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