Elfentoerchen webDie LichtSeiten und das Elfentörchen von Nuriama Lichterstein

März 2020, die Ausgabe „Vertrauen“ ist gerade vom Drucker gekommen und verteilt. Routinemäßig verabreden wir uns in der Redaktion für die nächste Runde: „Visionen“ soll im Juni erscheinen, das erste Treffen steht bevor. Doch da kommt Corona. Lockdown. Wie im Computer, der herunterfährt, verschwindet Stück für Stück die gewohnte Normalität von der Bildfläche. Nach wenigen Tagen steht die Zeit still.

Was nun? Wir 6 lassen uns auf eine magische Reise mit offenem Ausgang ein. Die Redaktion wird zu einem Redaktionskreis, ein Kreis, der tastend, im Zeitlupentempo, spürend erforscht, was gerade geschieht.

Als erstes wird uns bewusst, dass wir uns mit den LichtSeiten ein Hamsterrad erschaffen hatten. Die Themen, die wir in den Ausgaben behandeln, begleiten uns während der 3monatigen Erstellungszeit sehr intensiv, sie prägen unser Sein während der Treffen und wirken tief in jede*m Einzelnen auf sehr persönliche Weise. Doch es bleibt keine Zeit, das in der Redaktionsarbeit Bewegte nachklingen zu lassen – die neue Ausgabe, das neue Thema steht vor der Tür…

Wir könnten den Erscheinungs-Rhythmus verändern, nur 3 Ausgaben pro Jahr machen - das würde etwas Luft geben. Und wenn wir uns erlauben, das Erscheinungsdatum der Visions-Ausgabe nach hinten zu verlegen? Ein Raum öffnet sich - auf einmal haben wir Zeit! Im Raum steht auch: Wir können die Herausgabe der Licht-Seiten jederzeit beenden.

Das Wort „Portal“ fällt: Ein Portal ist wie eine Tür in eine andere Dimension, eine andere Schwingungseben. Sie öffnet sich nur, wenn man sich bereits auf die neue Frequenz eingeschwungen hat. Mit der alten Energie funktioniert es nicht. Johanna erzählt von einer Freundin, die selbstgebastelte „Elfentörchen“ verteilt. Die zarte, leichte Energie dieses Begriffs passt!

Neue Frequenz – was würde das für die LichtSeiten heißen? Am schönsten wäre es, wir würden nicht einem starren Rhythmus folgen, sondern könnten eine Zeitung dann herausgeben, wenn sich das Thema aufdrängt und die Beiträge und das Interesse (nicht nur im Redaktionskreis) offenkundig vorhanden sind – kurz: wenn eine neue Ausgabe erscheinen will. Und zwar auf Papier und mit Farben, die uns und die Natur erfreuen. Mit einer ausreichenden Finanzierung, die nicht nur von Anzeigenkund*innen abhängig ist, von ihnen jedoch mitgetragen wird.

Fasziniert stellen wir im Redaktionskreis fest, dass wir gerade alle bisherigen Rahmenvorgaben – gedanklich – gesprengt haben. Es fühlt sich gut an.

April 2020 Die Welt ist noch vollständig heruntergefahren, Abstand und Kontaktverbote bestimmen das äußere Leben. Und wir können noch nicht erkennen, was auf der anderen Seite unseres LichtSeiten-Elfentörchens liegt. Doch etwas Wesentliches kristallisiert sich heraus. Eine Vision des Miteinander (nicht nur) im Redaktionskreis, die uns alle berührt und die JETZT lebbar ist, nicht erst in der Zukunft erschaffen werden muss:

Alles ist gleichwertig – alles darf stehen bleiben, nichts wird „zurecht gerückt“.
Im gemeinsamen Schwingungsfeld darf jede*r ihre ureigene Ausdrucksform behalten/wählen.

Auch im Redaktionskreis haben wir unterschiedliche Zugänge, wie wir uns jeweils dem nähern, was in der Tiefe, hinter den Kulissen geschieht. Das kann z.B. über spüren, fühlen, einfach wissen oder erschließen über äußere Bilder und Systeme ( Astrologie, Maya, HDS) geschehen. Und genau darum geht es doch: im eigenen Flow, im eigenen Space der eigenen Erkenntnisweise zu folgen. Sich nicht ablenken und beirren zu lassen von anderen Wegen und Zugängen. 1,5 m Abstand, das heißt auch: Weniger Vermischung der Auren. Was für eine Ansage, die hier durch Corona weltweit an alle Menschen geht: Halte innerlich Abstand, wahre deinen Raum, wahre den Raum des Anderen, folge deinem eigenen Weg, übernimm nicht Themen von anderen, übernimm die Verantwortung für dich und deine „Lasten“ selbst. („Belästige nicht andere, bzw. lass dich nicht belästigen“ Karam Jit Kaur)
Was für eine Vision: Alle Menschen in der Mitte ihres eigenen Raums, achtsam dabei, die anderen nicht mit ihren unerlösten Dingen zu infizieren, bzw. sich infizieren zu lassen…

Das Eigene wird in die Mitte gelegt – im gemeinsamen Raum entsteht etwas daraus.
Der Redaktionskreis ist wie ein Phönixnest: Der wunderbare Phönix ergraut, stirbt, entzündet sich selbst und aus der Asche entsteht ein neuer prächtig leuchtender Phönix.
Ein anderes Bild taucht auf: Der Narr im Tarot, der unbekümmert am Abgrund tanzt.
Das wesentliche ist die Freude! Das was Freude macht, das gehört zu unserer persönlichen Lebensvision!

Mai 2020: Ganz deutlich fühlen wir uns als Teil des aktuellen kollektiven Transformationsprozesses, der auch ein großes Abenteuer ist! Sind wir schon mitten im Umbruch? Auf jeden Fall ist im Moment „Was brauche ich wirklich“ eine zentrale Frage. Viele haben jetzt ausgemistet, manches an den Straßenrand gestellt für andere zum Mitnehmen, es wurde wenig konsumiert, wenig Auto gefahren, Kontakte wurden minimiert, dafür Online-Angebote wahrgenommen, Picknick-Korb statt Restaurant und Café. Die Situation verändert sich ständig, es gibt neue Erlasse und damit neue Möglichkeiten. Innerer Widerstand gegen diese ständigen Veränderungen stoppt den eigenen Fluss, die Kreativität.
Darum geht es doch - sich auf die „Elfentörchen-Schwingung“ einzulassen: Gelassenheit, Wahrheit und Demut. Dann öffnet sich das Tor und es wird leicht.

Und wieder stellen wir uns die Frage: Wie geht es mit den LichtSeiten weiter?
Im Moment sind wir in einer Art 0-Punkt-Energie: Es gibt keine klare Vision bei uns und es gibt keine Resonanz im Außen, von/zu den Autor*innen, Leser*innen und anderen Mittragenden. Was bleibt?
Wollen wir in den LichtSeiten weiterhin Geschichten erzählen?
Wie spannend wäre es, wenn wir nach anderen suchten, die auch mit solchen Bewusstseinsprozessen beschäftigt sind, uns mit ihnen austauschen, ihnen Raum anbieten würden in der Zeitung. Wenn wir nur 3 Ausgaben im Jahr haben, ist genug Zeit.
Noch eine bisherige LichtSeiten-Regel heben wir auf: Für die Dezemberausgabe wird es keine Neuzusammensetzung der Redaktion geben – wir erlauben uns, erst einmal in genau dieser Zusammensetzung mit dem Prozess weiterzugehen.

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Ausgabe 21 - 01.12.2020
Verantwortung

  Redaktionsschluß
und Anzeigenschluß
ist am 30.10.2020

Der Redaktionskreis hat
beschlossen, dass die
Lichtseiten nur noch
dreimal im Jahr erscheinen.
Jeweils zum 1.4., 1.8. und 1.12.