LabyrinthLabyrinth von Kathrin Witt

Vor einem Jahr wurde meine Vision, ein begehbares Labyrinth mit Findelsteinen am Seeweg Gut Wittmoldt zu legen, wahr. Doch noch einmal ganz von vorn...

Mein Liebe zu Labyrinthen besteht schon sehr lange, doch selbst ein Labyrinth zu erbauen, diese Vision, dieser Herzenswunsch entwickelte sich erst nach und nach bei meinen regelmäßigen Spaziergängen am Seeweg von Gut Wittmoldt. Je öfter ich diesen Ort aufsuchte und die Ruhe, die er auf mich ausstrahlte, wahrnehmen konnte, umso mehr wurde mir bewusst, dass sich dieser von alten Bäumen eingebettet Platz geradezu für einen Kraftort anbot. Je mehr ich in mich hinein spürte, desto größer wurde mein Herzenswunsch, hier direkt am Wasser ein Labyrinth zu legen. Es brauchte eine Zeit bis ich, bei einem Spaziergang im November 2018 mit gleichgesinnten Frauen, diesen bislang wohlbehüteten Schatz wirklich aussprach. Ein nächster Schritt war erreicht, jetzt war es ganz klar, meine inzwischen gereifte Vision auch in die Tat umzusetzen. Es bedurfte nur eines Griffs zum Telefonhörer und kurze Zeit später saß ich bei den Besitzern des Gutes Wittmoldt, um Familie v. Bülow-Sartory von meinem Wunsch zu erzählen. Wie wundervoll, der Funke ist sofort übergesprungen. Ich erfuhr Offenheit, Interesse und Neugier und so konnte ich meine Vision weiter planen. Ich nutzte sogleich die besondere Zeit der Raunächte, um dieses mir so wichtige Projekt, weiter zu visionieren.

Zitat „ Nichts ist so kraftvoll wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist“ Victor Hugo

Nach ersten Recherchen im Internet über Labyrinthe nahm jetzt meine Vision immer

konkretere Gestalt an. Erst zeichnete ich es auf Papier, dann klebte ich mit kleinen Steinen meine Labyrinth-Vorstellung auf Filz, malte ein vergoldetes Labyrinth auf einen Findelstein und nutzte ganz spontan die Gelegenheit, das begehbare Labyrinth einmal maßstabsgetreu im Schnee zu gestalten.

Im Freundeskreis begann ich von meinem Vorhaben zu erzählen, es war ein Geschenk, ihren Zuspruch und ihre Unterstützung zu erfahren. Gerne erinnere ich mich an die warmen Füße beim Begehen des Geländes, welche mir eine befreundete Geomantin beschrieb. Selbst die Naturgeister, so ihre Worte, schauten neugierig, was hier wohl gerade Interessantes passiert.

Fasziniert war ich auch von der Leichtigkeit, wie mir lieb gewordene Wegbegleiter die Mitte und den Eingang auspendelten. 333 Findelsteine auf den umliegenden Feldern des Gutes warteten auch nur darauf, abgeholt zu werden, um nun eine neue Bestimmung zu finden.

Begleitet vom Gesang: “Stein, Stein reise auf deine eigene Weise. Finde deinen Ort und bleib für immer dort...“ wurde meine Vision, unterstützt von lieben Helfern*innen am 6. April 2019, an einem sonnigen Neumondtag, wahr.Für mich war es noch mehr als eine Vision, es war ein Ankommen in meiner neuen Heimat Wittmoldt, ein Ankommen in mir.

Heute - und das bestätigen mir inzwischen viele Besucher und auch die Teilnehmer meines Raunachtseminars - ist es, als ob das Labyrinth schon immer da gewesen wäre, so eingebettet liegt es zwischen den alten Kastanien und Buchen mit Blick auf das Wasser der Schwentine - dem Heiligen Fluss.

Ich besuche den Ort, so oft es mir möglich ist. Sei es mit einer konkreten Frage oder einfach nur, um auf dem STAMM-Platz der Buch zu verweilen. Dank der Gutsbesitzer ist der Seeweg öffentlich zugänglich und somit kann der Kraftplatz vielleicht auch für den einen oder die andere unter den Leser*innen der LichtSeiten ein Ort werden auf der Suche nach der ganz persönlichen Vision.

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