Abschied von den LichtSeiten – Rita - Akquise

Meine Mitarbeit bei den LichtSeiten begann im Heft „Liebe“ mit der Geschichte über meine Herzenskatze Missy und ihren Abschied. Danach stieg ich ins Redaktionsteam mit ein. Es war mir ein Herzensanliegen, die LichtSeiten „für das Gute in uns“ so ökologisch wie möglich in die Welt zu bringen. Da dazu mehr Geld gebraucht wurde, passte es perfekt, dass ich die Akquise der Anzeigenkunden übernehmen konnte. Alles war komplettes Neuland für mich.

Beim Akquirieren folgte ich so oft wie möglich meiner Intuition, was sich für mich sehr oft leicht und spielerisch darstellte. Es war äußerst spannend zu beobachten, wie ich auf die passenden UnterstützerInnen traf, hierzu berichtete ich bereits in der Ausgabe Macht. Auch die Beratung zu den Anzeigen bereitete mir viel Freude und es ergaben sich teilweise sehr tiefgründige Gespräche.

Meine Priorität ist auf die Natur ausrichtet, und so überraschte es mich dann doch, dass nicht alle gleich Hurra zum Öko-Druck sagten. Bei der Präsentation für den Umstieg zum Öko-Druck nahm ich das 1. Mal bewusst wahr, was es heißt, in meiner Kraft zu sein. Doch mit der Team-Entscheidung für den Öko-Druck war ich nicht am Ziel, wie ich dachte, sondern am Anfang eines großen Entwicklungsprozesses. Die für alle stimmige Druckerei zu finden, war dann ein größerer Prozess. Nach 2x Öko-Druck mit unterschiedlichen Druckereien kam ich bereits an den Punkt, mich komplett wieder davon zu verabschieden, da es nicht für alle stimmig war. Ich übte mich darin, dass Hier & Jetzt anzunehmen wie es sich zeigte. Als die Zeit reif war, fand sich die passende Ökodruckerei für uns und seitdem drucken wir nun ökologischJ.

Der Redaktionskreis wie auch die Akquise waren für mich ein sehr großes, wunder-volles Erfahrungs- und Experimentierfeld, wofür ich allen von Herzen dankbar bin. So etwas hätte ich mir nicht vorstellen können. Es hat mich näher zu mir selbst gebracht. Doch nun heißt es Abschied nehmen.

Früher war Abschied ein ganz schwieriges Thema für mich, da ich in meiner Kindheit schon viele Abschiede erlebte. Der Abschied von Missy war so ganz anders als befürchtet: Die Sterbebegleitung von ihr brachte mich eine Woche in eine intensive Freude. Bei den LichtSeiten ging dieser Entwicklungsprozess kontinuierlich weiter. Jedes der Heftthemen hat mich in tiefe innere Prozesse geführt. War Missy meine Trainerin um im Hier & Jetzt zu sein, so bekam ich mit dem Öko-Druck ausreichend Gelegenheit dazu, es auch zu leben. Hier durfte ich immer wieder erfahren, alles geschieht zur rechten Zeit. Einfach SEIN erlebte ich hier in voller Bandbreite. Früher stand ich unter dem Druck, ich muss mich verändern. Nach 6 Jahren Training im Redaktionskreis – „Wir müssen gar nichts“ - bin ich an dem Punkt angekommen: Ich darf so sein wie ich bin! So schließt sich für mich nun der Kreis beim Thema Abschied. Durch all diese Erfahrungen empfinde ich eine große Dankbarkeit. Aus dem Hier & Jetzt habe ich keine Vorstellungen davon, wie ich den Abschied von den LichtSeiten empfinden werde. Ich lass mich überraschen.

Danke von Herzen für all die bereichernden Begegnungen!

Über Tod und Sterben zum Abschied……

Draußen stürmt es, die Blätter an den Bäumen scheinen teils noch grün, mehrheitlich jedoch schon gelbgold. Sie lösen sich von den Ästen und schweben, tanzen oder fliegen in Pirouetten auf den Boden. Herbststimmung breitet sich auch in mir aus. Einerseits geschäftige Betriebsamkeit als Vorbereitung für die „dunkle“ Jahreszeit, andererseits geruhsamer Rückblick auf das Gewesene. Schon immer haben mich die Elemente mit ihren doch so unterschiedlichen Charakteren fasziniert. Auf geheimnisvolle Weise finden sie einen Widerhall in mir, melden sich mit unterschiedlicher Intensität und bestimmen wie von unsichtbarer Hand geführt mein Leben. Zuerst ist es eine Ahnung, die nach und nach zur Gewissheit wird und schließlich zum Ausdruck drängt.

Die Redaktionstreffen für die Lichtseiten erinnern mich an die Stimmungswechsel im Kreislauf der Elemente. Immer wieder gab es plötzliche Umschwünge bei der Betrachtung eines Themas, was mich durch unterschiedliche Prozesse führte. Seit meinem Eintritt in das Redaktionsteam mit der Ausgabe Tod und Sterben faszinierte mich die Beobachtung, wie unterschiedlich die Interpretation eines Artikels bei jeder einzelnen Person sein konnte. Und wie ein Wasserlauf in vielen Bögen „mäandert“, bis er seine Bestimmung erreicht, so wurden auch die Texte auf wundersame Weise in den Fluss gebracht, bis es für alle stimmig war.

Jetzt ist die Zeit des Abschieds gekommen. Zuerst war es für mich unfassbar, doch andererseits….. wandern ja gerade drei Planeten nach einigen Rück- und wieder Vorwärtsbewegungen nun endgültig aus dem Erdzeichen Steinbock in das Luftzeichen Wassermann. Zeit für einen Wandel, ganz offensichtlich. Wie genau sich dieser gestaltet, wird sich zeigen. Statt festzuhalten an etwas, was in dieser Form energetisch nicht mehr unterstützt wird, blicke ich dankbar zurück auf drei Jahre gemeinsamen Wirkens in mitunter turbulenten Zeiten. Voller Vertrauen, dass sich schon bald aus dem Humus des Alten ein zartes Pflänzchen den Weg ins Licht bahnen wird - in neuer Form, artgerechter Begleitung und kraftvoller Präsenz.

Johanna Räbiger

Abschied von den LichtSeiten - Nuriama

Die LichtSeiten waren und bleiben ein geliebtes Herzensprojekt von mir. Lichtvolles, Nährendes frei in die Welt zu bringen – was gibt es schöneres? Danke, liebe Angelika für deine Vision!

Ich liebe Neuanfänge. Ich liebe es, wenn ich fühle, wie eine Idee Energien freisetzt, Realisierungsschritte auftauchen, Menschen sich davon angezogen fühlen und ein gemeinsamer kraftvoller Sog entsteht… 6 ½ Jahre haben die LichtSeiten mein Leben stark geprägt, getaktet und unglaublich bereichert! Ich entdeckte u.a., wie gern ich selbst auch eigene Artikel schreiben mochte. Nicht alles fand sofort Anklang, in der Regel führte dies dann zu einem wertvollen Vertiefungsprozess. Weiterhin entdeckte ich, dass die Arbeit an den Beiträgen - im direkten Austausch mit den Autor*innen - genau mein Ding war, was, v.a. in den Anfangszeiten, allerdings noch geübt werden musste (sorry für manchen Über-Eifer…)
Wie schön ist es, in einem Team zu arbeiten, in dem jede*r die jeweiligen Stärken und Kompetenzen einbringt und ich z.B. weder Anzeigenkund*innen suchen, noch eine Zeitung layouten muss! Auch eine schmerzliche Begrenzungserfahrung nehme ich als positive Erkenntnis mit: Anzuerkennen, dass es, trotz monatelanger Bemühungen aller Beteiligten, nicht immer möglich ist, konstruktiv zusammenarbeiten zu können.

Alles war so bereichernd!

Und so verabschiede ich mich zutiefst dankbar und erfüllt von einer großartigen, lehrreichen Zeit mit ganz vielen wunderbaren Begegnungen und Erfahrungen, bedanke mich aus vollstem Herzen bei allen, die mit mir gemeinsam über diese Zeitung „für das Gute in uns“ gewirkt haben und lasse die LichtSeiten los und frei. Ich werde sie auch vermissen, diese regelmäßigen Redaktionstreffen, die ja auch so viel persönlichen Austausch, so viel persönliches Wachstum mit sich brachten. Doch vor allem empfinde ich Zu-frieden-sein.

Gleichzeitig freue ich mich bereits auf das, was Neues kommen wird. Auch wenn ich noch nicht genau weiß, wie das aussehen und mit wem es sich realisieren wird – es wird neue Projekte und Schritte geben. Denn in mir ist die Gewissheit: Wir sind dabei, den Weg der Getrenntheit zu verlassen und uns immer weiter auf unsere wahre Natur zu besinnen, als Teil des natürlichen Lebensgewebes, im Innen wie im Außen, im Kleinen wie im Großen.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

(Herrmann Hesse, Stufen)

Mein Abschied von den LichtSeiten

Rainer

Fast 7 Jahre lang fühlte ich mich zuständig für die Finanzen, das Rechnungen-Schreiben und die Vorbereitung des Versendens (bis zu 3500 Exemplare pro Ausgabe!). Ja warum eigentlich? Ich mag Exceltabellen einrichten und betreuen und das Sich-kümmern um die Finanzen liegt mir irgendwie. Allerdings machte ich mir mit jeder Ausgabe auch wieder Stress, weil es für mich, immer wieder neu – 24 mal also - um die Vertrauensfrage ging: Bekommen wir genügend Geld für Druck und Versand zusammen? Seit wir die LichtSeiten nur noch im Ökodruck herausbringen, steigerte es sich sogar noch, denn nun wurden plötzlich über 1000 € mehr pro Ausgabe gebraucht … - und - es hat immer geklappt!!! Nur bei den letzten 2 Ausgaben mussten wir etwas die Auflagenhöhe reduzieren. Insgesamt haben wir über 55.000 € umgesetzt für Druckkosten, Versand, Bildrechte und die Software für die Gestaltung, Kontoführung, Website …

In den ganzen Jahren war immer eines unserer selbstgewählten „Gesetze“, dass keine*r von uns an dem Heft etwas verdient oder bezuschusst bekommt. Alle Verteiler*innen haben alle Fahrkosten selbst übernommen, alle Redaktionsmitglieder zu den gut 250 Redaktionssitzungen ebenso. Damit haben sich die Menschen aus dem Redaktionskreis auch auf materieller/finanzieller Ebene hier sehr eingebracht. Bei einigen von uns sind das mehrere hundert Euronen gewesen! Das erwähne ich hier, weil es mich begeistert, wie wir das hier alles gemeinsam erschaffen und gewuppt haben. In mir ist ein tiefes DANKE an alle Beteiligten - dazu gehören auch die Leser*innen, die uns etwas gespendet haben, die Anzeigen geschaltet und uns damit unterstützt haben. Es berührt mich, wie die Freude am Tun uns alle immer wieder beflügelt hat.

Nun geht diese Ära zu Ende und etwas Neues wird kommen – darauf freue ich mich schon.

Es schwingt aber auch etwas Wehmut mit, denn wurde ich nicht sooo gebraucht?

Pssst, nicht weitersagen: War ja selbst gewählt :-)

Ich wünsche allen Leser*innen, dass sie die LichtSeiten in guter Erinnerung behalten, vielleicht auch noch nach einigen Jahren mal wieder hineinschauen und dort eine „Leseperle“ drin finden.

„Ob so etwas klappen könnte?“, fragten wir uns damals. Ja, es hat geklappt. In die 24 Ausgaben sind so viel Liebe und Erkenntnisse geflossen, so viele persönliche Erfahrungen und Geschichten sind geteilt worden! Tausende von Menschen haben sie, z.T. ganz regelmäßig, gelesen, das Licht darin aufgenommen und sicherlich irgendwie weitergetragen. (Übrigens sind alle Ausgaben nachzulesen auf www.lichtseiten.info)
Viel Zeit und Arbeit erforderte es, um im Redaktionskreis mit seiner immer wieder wechselnden Zusammensetzung aus dem im Raum stehenden jeweiligen neuen Thema eine Zeitung zu kreieren. Doch für uns alle war es ein Herzensanliegen, kürzer oder länger dabei zu sein, „für das Gute in uns“ mitzuwirken. Was haben wir dadurch nicht alles an Erfahrungen auf den verschiedensten Ebenen, an inneren und äußeren Auseinandersetzungen entlang der Heftthemen und an persönlichen Reifungsprozessen er- und durchlebt!
Und auch die Finanzierung hat geklappt: So viele Menschen haben durch die Schaltung von Anzeigen ihr eigenes Licht leuchten lassen und dadurch die Herausgabe ermöglicht.
Ein ganz besonderer Dank gilt denjenigen, die uns durch eine Spende ermutigt und unterstützt haben!
Nun, nach fast 7 Jahren, beenden wir die Redaktionsarbeit. Unsere Treffen gerade in den Entschleunigungs- und Besinnungszeiten der letzten 1 1/2 Jahre waren bis zum Schluss kraftvoll und stimmig, doch diese Energie möchte einfach nicht mehr in das Projekt LichtSeiten fließen. In subtiler Verbindung mit dem größeren Strom der Wandelenergie, in dem wir uns alle befinden, „schiebt“ es uns auf andere Bahnen. Es ist an der Zeit, die Redaktion aufzulösen und die in den „LichtSeiten“ gebündelte Energie wieder zu freizugeben. Das Licht, die Liebe und das Engagement wird jede*r von uns weitertragen. Und so wie sich im Herbst, wenn sich die Blätter vom Zweig lösen, schon die Knospen des kommenden Frühjahrs zeigen, so zeigten sich auch innerhalb des Redaktionskreises bereits erste Ideen und Richtungen. Es könnte also gut sein, dass wir uns in einem neuen Projekt wiederbegegnen …

Es bleiben Freude und tiefe Dankbarkeit, Teil dieses kraftvollen LichtSeiten-Stroms gewesen zu sein!

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