Nachgereichtes zum Thema Natur
Gedicht von Beate Seeliger

Tagtraum
Ich sitze im kühlen Wald unter einem Blätterdach
Träume, bin ganz bei mir und trotzdem wach.
Ich lehne mich mit dem Rücken an die kleine Brücke an,
Hab einen Platz gefunden von dem aus ich alles überblicken kann.
Am Waldesrand mit Blick auf's freie Feld
Schaue ich hinaus in diese Welt.
Der Himmel blau mit ein paar weißen Wolken nur bedeckt,
Die Sonne hat sich gerade dahinter versteckt.
Die Luft ist angenehm und warm,
Ein kühler Wind streift sanft über meinen linken Arm.
Ich spüre diesen zarten Hauch an Stirn und Kinn,
Er erfrischt mich und ich träume vor mich hin.
Höre den Vögeln bei ihren Liedern zu,
Blätter rauschen, Grillen zirpen und ich genieße diese Ruh.
Ein kleiner Bach an meiner rechten Seite
Fließt sanft plätschernd auf mich zu und sucht hinter mir das Weite.
Er entspringt an einem fernen und mir doch wohlbekannten Ort,
Bahnt sich seinen Weg und fließt in einem fort.
Wo er mündet weiß ich nicht,
Denn er entschwindet meiner Sicht.
Ich sitze da, nehme wahr das Jetzt und Hier
Was mal war und was noch kommt, ist gerad' nicht wichtig mir.
Die Sonne kommt hervor und spendet warmes, sanftes Licht,
Im Bächlein bildet sich ein wenig weiße Gicht.
Da wo das Wasser fließt behände
Am linken Brückenende
Stoppt ein kleiner Ast den schnellen Fluss,
Der sich dem Ganzen fügen muss.
Das Wasser fließt ab da nun langsamer voran,
Hält kurz inne und sucht sich eine neue Bahn.
Ein paar Steine gilt es nun zu überwinden,
Doch mit Leichtigkeit schafft es das Wasser um unter der Brücke meinem Blick dann zu
entschwinden.
Es wird noch viele Steine, Äste und auch Kurven geben
Aber so ist nun mal mein Leben.
Nicht gerade, doch auch nicht nur gebogen.
Manchmal ganz klar oder auch mit Gicht und kleinen Wogen.
Ich schaue hoch zum Blätterdach
Und denk' nicht weiter darüber nach.
Ich sitze still, die Füße auf der kühlen Erde
Merke wie ich gelassen und auch ruhiger werde.
Nehme wahr den Fichten- und auch Kiefernduft,
Atme ein paarmal tief und hole Luft.
Nehme eine tiefe Brise
Und schaue dann hinüber auf die Wiese.
Viele bunte Blumen zieren diesen wunderschönen Ort,
Immer neue Schmetterlinge tauchen auf und fliegen wieder fort.
Begeben sich auf ihre Reise,
Verweilen still und auch ganz leise.
Sonnen sich im hellen Licht und fliegen wieder weiter,
Wirken dabei so fröhlich und erstaunlich heiter.
Ich halte meine Hand für einen Moment in den kühlen Bach,
Das Wasser erfrischt mich, macht mich wach.
Spüre wie es meine Hand berührt
Und sie ein Stückchen mit sich führt.
Ich lass sie treiben mit dem Strom und genieße diesen leichten Sog
In dem Wissen, dass auch ich schon lange zog
Auf der Suche mich zu finden,
Neue Ziele kommen und entschwinden.
So wie der Bach fließt auch mein Leben
Und ich will jetzt weiter vorwärts streben.
Was da kommt, ich lass mich treiben,
Versuche aber stets bei mir zu bleiben.
Denn es hat sich viel getan
Und ich geh von nun an stets voran.
Gedicht vom 28.08.2016
Beate Seeliger

Nachgereichtes zu den Lichtseiten 07 - Macht

Ich möchte Euch auf die Sanddornbalance von Miyoko Shido Rigolo aufmerksam machen.

Nehmt Euch 8 Minuten Zeit.

Claudia

 


Ein Youtube-Video:

 


 

Und hier der Liedertext von  "Von guten Mächten wunderbar geborgen", zum Nachsingen empfohlen:

Von guten Mächten treu und still umgeben,

Behütet und getröstet wunderbar,

So will ich diese Tage mit euch leben

Und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,

Noch drückt uns böser Tage schwere Last.

Ach, Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen

Das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern

Des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,

So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern

Aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken

An dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,

Dann wolln wir des Vergangenen gedenken

Und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,

Die du in unsre Dunkelheit gebracht.

Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.

Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,

So lass uns hören jenen vollen Klang

Der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,

All deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

Erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen

Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.


Ein Youtube-Video dazu:

 


 

Für mich ist Gott die größte Macht, bedingungslos liebend und unendlich schöpferisch tätig durch einen jeden von uns. Durch Seine schöpferische Kraft leben wir und wir können sie durch unser Leben zum Ausdruck bringen – zu unserem eigenen Besten auf liebevolle, einfühlsame, konstruktive Weise. Denn auch wenn Gott-Vater-Mutter uns bedingungslos liebt und wir in dieser liebevollen Kraft leben wie ein Fisch im Meer, so gibt es zusätzlich das Gesetz von Ursache und Wirkung. Was wir säen, ernten wir, d.h. was wir aussenden durch unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen kehrt zu uns zurück – wenn nicht in diesem Leben, dann in einem anderen Leben. Dies ist meine Erfahrung durch zahlreiche Erinnerungen an meine früheren Leben.

Britta Stüven


Nachgereichtes zum Heft 06 - Thema Freude

Die kleinen Momente der Freude von Ute Lechner

Gestern zum Beispiel, bei einem Strandspaziergang an der Ostsee in einem vertrauten Gespräch mit einer guten Freundin, beim Beobachten der Möwen und des Himmels, der trotz des Nebels Gemütlichkeit und in dieser Jahreszeit das engere Zusammenrücken im Warmen ankündigt.

Der Besuch im September bei Mutter Meera in Hamburg, wo so viele unterschiedliche Menschen mit ihren verschiedenen Themen in Stille zusammen gekommen sind, um den Segen der Mutter zu empfangen und dass der Kreis der solcher Menschen immer grösser wird….